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Tomahawk-Steak „Dry Aged“

„Tomahawk-Steak“ und „Dry Aged“, zwei Begriffe die nicht jedem was sagen. Wer sich hier angesprochen fühlt sollte sich jetzt schlecht fühlen!

Beim „Tomahawk-Steak“ handelt es sich „nur“ um ein Rib-Eye-Steak. Allerdings wurde hier aus optischen Gründen der 30-40 cm lange Knochen einfach dran gelassen, wodurch es an einen Tomahawk erinnert. Meiner Meinung nach sollte man der Person, die diese Idee hatte, jeden vorhanden Nobelpreis zukommen lassen! Ich bin nämlich überzeugt, dass man mit diesen Steaks zum Beispiel Kriege beenden kann und Atome zum tanzen bringt.

„Dry Aged“ bedeutet, dass das Fleisch trocken abgehängt wird. Üblicherweise geschieht dies am Knochen. Das Rindfleisch hing in meinem Fall 28 Tage und verweste so vor sich hin… Als Ergebnis kommt ein sehr zartes und aromatisches Fleisch heraus. Übrigens wurde das Fleisch früher immer so gelagert, seit der Erfindung des Vakuumierens ist diese Kunst aber – vor allem in Deutschland- in Vergessenheit geraten. Leider! Aber zum Glück scheint sich dies wieder zu wenden. Unser örtlicher Supermarkt hat Dry Aged Beef sogar in seinen Bestand aufgenommen.

Nun aber mal zu meinem kleinen Stück verwestem Rindfleisch. Ich habe vorher selbst noch nie ein Dry Aged probiert und war daher sehr gespannt was mich erwartet. Beim Aufschneiden kam mir direkt ein doch ungewohnter Fleischgeruch entgegen. Es roch viel aromatischer als ich es gewohnt war. Auch optisch machte es was her, 1400 gr Gewicht, eine Höhe von 6 cm und der Lange Knochen sind einfach nicht zu übersehen. Mein Grinsen wurde dementsprechend auch immer Größer und die Vorfreude auf den ersten Bissen stieg mit jeder Sekunde.

Während das Kohle/Brikett Gemisch im Anzündkamin anfing zu glühen, habe ich das Tomahawk mit einem fertigen Beef-Rub massiert. Normal bin ich ja eher dafür die Rubs selbst zu machen, aber die Mischung habe ich geschenkt bekommen und nutze sie gerade bei besonderem Fleisch echt gerne.
Nach ca. 30 Min Einziehzeit kam das Steak dann direkt über die Glut, hier wendete ich die 90/90/90/90 Taktik an, also 90 Sek liegen, um 90 Grad drehen, wieder 90 Sek liegen lassen, einmal wenden, und dann das Spiel von eben wiederholen. Danach kam das Tomahawk (ich kann den Namen gar nicht oft genug schreiben) in die indirekte Zone, wo es bis zu einer Kerntemperatur von 58 °C lag und in der Zeit geräuchert wurde. Insgesamt lag das Steak dann 62 Min auf dem Grill.
Was freu ich mich schon auf die Gesichter, wenn ich erzähle das ich ein Steak 62 Min auf dem Grill liegen lassen habe 🙂

Nun zum Geschmack an sich, das Fleisch war so was von zart und so was von aromatisch. Ich kann es nicht wirklich beschreiben, aber es war mit Abstand das beste Rind welches ich bis dato gegessen habe! Ach fast vergessen, als Beilage gab es grünen Spargel (auch vom Grill) und Rosmarinkartoffeln. War beides sicher auch gut, hab aber leider nur noch den Fleischgeschmack im Gedächtnis…

Fazit: Mein Geldbeutel wird jetzt wohl öfters „och ne, schon wieder so teures Fleisch…“ rufen..

2 Responses

  1. Daniel B. aus E. sagt:

    Andi, wo sind denn die Bilder vom fertigen Grillerzeugnis? Habe letzte Woche in der Metro auch davor gestanden 🙂

  2. Daniel B. aus E. sagt:

    Ah, habe grade verstanden, wie die Bilderfunktion funktioniert und prompt auf meinen Tisch gesabbert.

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