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Heiss geräucherter Lachs

Zu Silvester wollte ich natürlich was Besonderes für meine Familie und meine Gäste machen und da das Leben ja ohne Risiko langweilig wäre, entschied ich mich für ein Gericht was ich vorher noch nie gemacht hab.
Naja eigentlich ja nicht wirklich was Besonderes, da ich bei neuen Sachen eigentlich immer direkt Freunde einlade. Man muss sich ja auch mal selbst unter Druck setzen 😉

Es sollte ein geräucherter Lachs werden, welchen ich vorher auch noch selbst beizte. Wem beizen nichts sagt, keine Sorge, bis zum 30.12.2014 ging es mir genauso. Durch das beizen des Lachs wird ihm Wasser entzogen und er wird haltbarer gemacht. Um Wasser zu entziehen ist natürlich Salz nötig. Neben dem Meersalz habe ich noch braunen Zucker, Pfeffer und Wacholderbeeren genutzt.

Bevor die Beize aber auf den Lachs kommt, wird dieser erst einmal mit der Hautseite nach unten in eine Form gelegt, in welcher bereits ca. 50 ml Gin gefüllt wurde. Ich habe hier meine geliebte Ofenform vom schwedischen Tannenbaumwerfer genutzt, da sie von der Größe perfekt passte. Jetzt wird der Lachs mit weiteren 75 ml Gin übergossen und kommt abgedeckt für 30 Min in den Kühlschrank.

Während der Gin jetzt einziehen kann, kann man in Ruhe die Beize vermischen:

Zutaten trockene Beize:

  • 225 g brauner Zucker
  • 100 g grobes Meersalz
  • 2 EL Wacholderbeeren (grob zerstoßen)
  • 2 TL Pfefferkörner (grob zerstoßen)

Nach den 30 Min wird der Lachs aus der Form genommen, diese ausgewaschen und getrocknet. Den Lachs tupft man ebenfalls trocken.
Jetzt wird ca. 1/3 der Beize in der Form verteilt und man legt den Fisch mit der Hautseite nach unten auf die Mischung. Den Rest der Mischung wird auf das Lachsfielt verteilt, angedrückt und wenn das erldigt ist, kommt der Fisch mit Frischhaltefolie abgedeckt wieder in den Kühlschrank.

Nach 4 Std befreit man ihn wieder aus dem Kühlschrank, wäscht die Mischung mit kaltem Wasser vom Fisch ab, legt ihn auf Küchenpapier und tupft ihn wieder trocken.

Da man ja bereits Übung mit dem Waschen der Ofenform gemacht hat, wiederholt man die gelernten Fähigkeiten ebenfalls. Nachdem alles sauber und trocken ist, legte ich den Rosteinsatz in die Ofenform und darauf kommt dann wieder das Lachsfilet.
Die Form kommt nun wieder in den Kühlschrank, allerdings diesmal für min. 10 Std und ohne Abdeckung. Nach der Zeit glänzt er dann schön und fühlt sich an, als ob man ihn mit Honig bestrichen hätte.

Nach dem ganzen Ablauf kommt nun die schönste Zeit… er darf auf den Grill.

Hier habe ich meinen WSM genutzt, wobei es in der Kugel ebenfalls ohne große Probleme machbar gewesen wäre. Die Grilltemperatur beträgt 105-120 °C und die Zeit sind schlappe 2,5 Std.
Direkt zu Beginn legte ich noch ein Stück Buchenholz zum räuchern auf, was ich alle 45 Min wiederholte.

Während der Lachs jetzt schön Rauch aufnimmt legt man zwei weitere Esslöffel Wacholderbeeren in Wasser ein. 15 Min vor Ende der Grillzeit werde diese dann abgetropft und auf die Glut gegeben.

Nach 2,5 Std wird der Lachs vom Grill genommen und warm gegessen. Er schmeckt übrigens auch kalt total klasse!

Fazit: Auch wenn es doch ein langer Text wurde und die Zeiten sich extrem anhören (30 Min Gin, 4 Std Beize, 10 Std trocknen, 2,5 Std smoken) ist der Aufwand echt minimalistisch und der Effekt dafür enorm. Der Lachs hat verdammt gut geschmeckt!

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